Kurort Schömberg

Kurort Schömberg im nördlichen Schwarzwald …

Der Urlaubsort soll ein Wohlfühlort, eine Tankstelle für neue Energien sein. Wir hoffen, dass Orte mit einer positiven Ausstrahlung nachwirken in unseren Alltag hinein. Dorthin brechen wir freudig auf. Aber wie geht es uns, wenn wir Orte unfreiwillig, notgedrungen für längere Zeit bewohnen müssen? Bleiben sie nur fremde Durchgangsorte oder prägen auch sie Lebensabschnitte? Schömberg ist bereits der zweite Kurort, zu dem Gertraud von Bullion, die im Rote-Kreuz-Dienst an Tuberkulose erkrankte, mehrmals „fort muss“ (10.2. bis 20.10.1922 Haus Waldeck und erneut von Juli 1926 bis 15.3.1927 Sanatorium I). Ihre Seele entbehrt anfangs viel. Lange Wochen fesseln sie zunächst ans Bett. „Vieles, was Menschen froh machen kann, musste ich hier schon aufgeben, das Spazierengehen in den nahen Wald, das Singen, die Reise zur Pfingsttagung.“ Statt einer Kurunterbrechung für eine Heimfahrt und für eine Gemeinschaftstagung in Schönstatt wochenlange Kurverlängerung, „wie viel begrabene Hoffnung und Freude und weitere Entbehrung!“

… für Gertraud ein Lernort ganz eigener Art

Sie bemüht sich um Anspruchslosigkeit und Genügsamkeit: „Frei müssen wir werden vom Kleinkram des Alltags, damit unser Interesse nicht abgelenkt wird vom Ziel, das wir uns gestellt haben.“

Sie lernt die Haltung der Zufriedenheit: „Wohin Gott mich stellt und schickt, ist es für mich am besten und ihm zur größeren Ehre. Ich will zufrieden sein.“

Auf einem mühsamen Weg entdeckt sie einen verborgenen Sinn, „dass Leid und Verzicht und Krankheit auch Arbeit ist für Gott und den Mitmenschen.“  „So sehr mich danach verlangte, wieder Gesundheit und Arbeitsfähigkeit zu haben, es war doch eine schöne und segensreiche Zeit, da mich der liebe Gott mit der Krankheit heimsuchte.“

Trotz Krankheit kann sie apostolisch wirken: Apostolat des Gebetes, des Briefe-Schreibens, Kapelle schmücken, Lieder einüben, anderen gute Bücher suchen, „Kranke trösten, Tränen trocknen.“ „Jede von uns ein Apostel.“

Gertraud rät anderen, was ihr Schömberg geschenkt hat, nämlich die Natur als Bilderbuch Gottes zu entdecken: „Ich benutze jeden Sonnenstrahl, jedes keimende Grün, mich zu freuen … Trinke die Sonne tief in dich hinein, denn du musst auch viel Sonne ausstrahlen!“

Gertraud von Bullion, Mitgründerin der Schönstätter Frauenbewegung, 1922 und 1926/27 Kur in Schömberg wegen Tbc-Erkrankung, an einem Baum stehend, Schwarz-weiß-Foto

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